Wie Du Dich selbst gegen zu viel Stress impfen kannst

Wie Du Dich selbst gegen zu viel Stress impfen kannst

Stell‘ Dir vor, Du könntest Dich tatsächlich gegen ein Zuviel an Stress impfen lassen. Wie würde das wohl aussehen? Würdest Du zum Hausarzt gehen? Zum Facharzt? Oder gleich zum Gehirnchirurgen?

Natürlich gibt es keine Spritze gegen übermäßigen Stress. Zum Glück. Denn die Sache mit dem Stress haben wir immer noch selbst in der Hand.

Doch Donald Meichenbaum, ein US-amerikanischer Psychotherapeut und einer der Gründer der kognitiven Verhaltenstherapie, hatte ungefähr um das Jahr 1975 eine geniale Idee.

Er fragte sich, ob es nicht möglich wäre, Menschen auf ein stressauslösendes Ereignis vorzubereiten, bevor dieses eintritt. Diese Vorbeugung verstand er wie eine Art „Impfung“. Er wollte seinen Patienten alltagstaugliche Strategien zur Stressbewältigung beibringen, die sie dann in der stressauslösenden Situation anwenden konnten. Und genau das tat er mit großem Erfolg und nannte dieses Training „Stressimpfungstraining“.

Cool, oder?

Doch wie funktioniert eigentlich so eine Impfung?

Wenn Du z. B. eine Grippe-Schutz-Impfung bekommst, dann werden Deinem Körper gezielt über den Impfstoff abgeschwächte oder abgetötete Krankheitserreger oder Bruchstücke davon verabreicht, um die Bildung von Antikörpern auszulösen und das Abwehrprogramm Deines Körpers anzukurbeln.

Dann kommt die Grippe-Welle und Du – so die Theorie – bist bestens gewappnet, denn Dein Body hat ja bereits Antikörper gegen den „Feind“ produziert und die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung reduziert sich. Voilà!

Tatsächlich kannst Du Dich gegen ein Zuviel an Stress selbst impfen, indem Du Dir kleine Stress-Dosen verabreichst. Wie das geht zeige ich Dir in den folgenden 11 Tipps: 

11 Tipps für eine erfolgreiche Stressimpfung:

1. Verlasse Deine Komfortzone.

Mach‘ ab und an etwas, das Du noch nie getan hast und dass Dich etwas Überwindung kostet.

Vielleicht möchtest Du der Verkäuferin oder dem Verkäufer in Deinem Supermarkt mal ein kleines Kompliment machen: „Sie sehen heute ja gut aus!“ „Ach, das ist aber ein toller Ring!“ „Ich mag Ihren Schal!“

Du kannst auch nach dem Parken Deinen Parkschein zurückgeben, wenn da noch mehr als 15 Minuten drauf sind. Steck ihn einfach wieder zurück in den Ausgabeschacht oder drück’ ihn einem nachfolgenden Parker direkt ins Händchen. Der wird Augen machen.

Oder lass’ an der Kasse mal andere Leute vor.

Auch kannst Du jemandem einfach mal 1 Euro für seinen Einkaufswagen schenken.

Es gibt so viele Dinge, die Du tun kannst und die echt Spaß machen.

Wenn Dir noch ein paar Sachen einfallen, schreib’ diese gerne in die Kommentare.

2. Sage Nein, auch wenn’s eigentlich grad passt.

Dabei muss es sich ja nicht gerade um lebenswichtige Dinge handeln, sondern sage einfach beim nächsten Mal, wenn Dich jemand um einen kleinen Gefallen bittet: „Nein, das geht leider grad nicht. Vielleicht beim nächsten Mal!“ … einfach, um das Wörtchen NEIN mal wieder aus Deinem Mund zu hören und zu schauen, wie sich das anfühlt.

Du kannst das auch mit einer Prise Humor mixen und einfach mal sagen: „Sorry, geht grad nicht. Ich hab’ noch Wurst im Auto!“;)

3. Dusche kalt – nach warm.

Kurble Dein Herz-Kreislauf-System an, indem Du nach jeder warmen Dusche Deinen Armen und Beinen einen kalte Dusche verabreichst. Das stärkt nicht nur Dein Immunsystem, sondern macht Dich auch noch wach.

4. Ziehe ab und an Deine Socken aus und lauf‘ barfuß.

Ja! Auch das stärkt Dein Immunsystem, wenn Du z. B. kurze Strecken zur Mülltonne draußen einfach mal barfuß machst statt in Schuhen. Außerdem wappnest Du Dich auf diese Art und Weise auch gleich gegen den Anti-Gedanken: „Was werden die anderen wohl von mir denken?!“

5. Wenn Dich jemand kritisiert, gib ihm oder ihr einfach mal recht.

Keine Verteidigung oder Rechtfertigung. Übe Dich einfach ab und an mal darin zu sagen: „Ja stimmt. Da hast Du recht.“ Punkt.

Denn wie schon Marshall Rosenberg, der Begründer der Gewaltfreien Kommunikation sagte:

„Du kannst entweder recht haben wollen oder glücklich sein. Beides gleichzeitig geht nicht!“

6. Wasche Dein Gehirn!

Natürlich nur im übertragenen Sinne, aber achte auf Hygiene im Oberstübchen.

Du wäschst Dich vermutlich morgens im Bad, putzt die Zähne, ziehst frische Kleidung an etc., aber Deine ollen Gedanken von gestern über das, was alles schief lief, „ziehst“ Du wieder an. Miiiief!

Schenke Dir stattdessen eine „Gehirn-Spülung“ und überlege Dir einen netten Gedanken – über Dich, über andere oder was Du heute Schönes erleben willst.

7. Gewöhne Dir an, Dich von Vorfreude zu Vorfreude zu hangeln.

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.

Also überlege Dir öfters am Tag, worauf Du Dich als nächstes freuen wirst. Wenn das Ereignis dann vorbei ist, überlege Dir, worauf Du Dich jetzt freust usw.

Das schüttet Endorphine, also Happy-Hormone, aus und Du bist einfach besser drauf.

8. Geh‘ ab und an mal über einen Friedhof.

Und mach‘ Dir bewusst: „Ja! Irgendwann lieg‘ auch ich dort!“.

Vielleicht nicht morgen und auch noch nicht übermorgen, aber irgendwann bestimmt.

Das hilft Dir, Deinem größten Feind im Hirn mal direkt ins Äuglein zu blicken und zwar Deiner Angst vor der Endlichkeit. Musst es ja nicht gleich übertreiben, aber dieser kleine Impuls könnte Deine Perspektive gerade in stressauslösenden Situationen erheblich verändern.

9. Beginne Deinen Tag mit einem geistigen Stärkungsritual.

Statt Deinen Verstand gleich mit den übelsten und schlimmsten Nachrichten aus dem Radio oder der Zeitung kurz nach dem Aufwachen zu bombardieren, gönne Dir erstmal einen Nice-Moment. Das kann ein Gebet oder ein liebevoller Gedanke sein, noch während Du auf Deiner Bettkante sitzt.

Sage Dir zum Beispiel:

  • „Was auch immer heute passieren mag, ich werde das schaffen!“
  • „Heute ist ein neuer Tag!“
  • „Danke für diesen Tag!“
  • „Neues Spiel. Neues Glück!“
  • „Ich bleibe den ganzen Tag über ruhig und gelassen!“
  • „Ich entscheide mich für den Frieden!“
  • „Ich gebe mein Bestes und den Rest lass’ ich mir schenken!“

oder wenn Du gläubig bist:

  • „Lieber Gott, bitte nimm’ mich bei der Hand und führe mich!“

Mit was auch immer Du den Tag beginnen möchtest, lege Deinen Fokus fest.

Gib Dir selbst am Morgen die Orientierung, die Du den ganzen Tag über beibehalten möchtest.

Denn so ein Morgenritual ist wie eine Art Kompass. Er zeigt Dir immer an, wo Dein persönliches „Norden“ ist. Alles, was an diesem Tag auch geschehen mag, ordnest Du diesem ersten Impuls des Tages unter.

Daher kann es auch sehr ratsam sein, den Leitgedanken am Tag immer mal wieder zu wiederholen, denn wir sind ja alle so vergesslich. 😉

10. Fang‘ an, mit Dir selbst zu quatschen.

Du hörst in Deinem Kopf wieder so nervige Gedanken, Kommentare, Bewertungen oder Ansichten zu einem Problem oder einer Situation? Dann komm‘ ins Gespräch mit Deinem Jammerlappen, Deinem Grübelmonster oder Miesepeter.

Danke ihnen für ihre Hinweise, denn sie wollen Dich ja eigentlich nur beschützen. Die Frage ist nur: Vor was?

Dass sie es manchmal mit ihren Schutzattacken etwas übertreiben, kannst Du ihnen ja nicht zum Vorwurf machen. Schließlich hast Du sie ja jahrzehntelang trainiert. Also danke ihnen einfach und versichere ihnen, dass Du ihre Hinweise ernst nimmst, Du aber einfach mal eine neue Strategie ausprobieren möchtest.

Das könnte dann so aussehen: „Danke Dir, lieber Jammerlappen, für diesen Einwand. Ich behalte es im Hinterkopf, möchte aber dennoch mal was Neues ausprobieren. Ok?“

11. Hör’ auf, zu urteilen.

Das ist meiner Ansicht nach der wichtigste Tipp. Dieser ist aber auch am schwersten umzusetzen, denn Dein Ego – Dein kleines Ich – wird Dir alle möglichen Schein-Gründe liefern, warum Du doch das gute Recht hast, zu urteilen: Über die Welt, Deinen Nachbarn, Deine Schwiegermutter, Deine Nase, Deine Intelligenz, Deinen Kollegen, die Politik … und so weiter, und so weiter.

  • „Wie sieht die denn aus?“
  • „Kann man so auch rumlaufen?“
  • „Der müsste dringend mal wieder zum Friseur. Das sieht ja sch…. aus!“
  • „Ich bin einfach der größte Looser auf Gottes Erdboden!“
  • „Da hat ja ein Toastbrot mehr IQ als ich!“
  • „Das auch immer mir das passieren muss. Ich bin echt zu dämlich!“

Fazit

Aber was es auch immer sein mag, was Du doof, ungerecht, traurig, abartig, bescheuert etc. finden magst, ob an Dir oder anderen. Alle diese Urteile schubbsen Dich gleichermaßen aus Deinem Seelenfrieden.

Das Bedürfnis zu urteilen ist eigentlich nichts anderes als Arroganz. Denn wenn Du urteilst, stellst Du Dich über den anderen. Du tust so, als seist Du besser! Doch das ist eine Illusion.

Du bist weder besser noch schlechter. Du bist genau wie der oder die andere!
Wir sind alle gleich!

Das mag Dir vielleicht nicht schmecken und im Außen mag es tatsächlich so aussehen, als ob wir verschieden seien, aber im Innern sind wir alle gleich.

Wir alle haben die gleichen Bedürfnisse und Wünsche und wollen letzten Endes nur glücklich sein.

Die Wege dorthin mögen manchmal etwas chaotisch oder nicht nachvollziehbar für Dich sein. Tatsache ist aber:

ALLE wollen „nach Hause“, also inneren Frieden erleben! Ob ihnen das bewusst ist oder nicht.

Daher sei gnädig mit Dir, wenn Du Dich immer mal wieder beim Urteilen ertappst, denn das wird unweigerlich passieren. Und wenn es passiert, dann vergib Dir dafür. Dann lass’ das Geschehene los. Eigentlich ganz einfach, aber nicht ganz leicht!

Sage zu Dir selbst stattdessen: „Ich bin willens, das anders zu sehen!“ Und anders zu sehen bedeutet hier, das mit mehr Gelassenheit zu sehen oder mit mehr Humor. Vielleicht auch mit einer Prise Weitblick oder Güte.

Nun wünsche ich Dir viel Spaß beim Ausprobieren und einige tolle Nebenwirkungen 😉

Deine

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Einfach mal nix tun ?!

Einfach mal nix tun ?!

Einfach mal nix tun

 Aaaaaaaah…..herrlich…faul auf’s Sofa fläzen, einmümmeln und …? …Hmmmm? Und was nu? ….

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass wir wirklich im Stande wären, nichts zu tun.

Das ist eine Illusion!

Die schonungslose Wahrheit 😉 lautet:
DU TUST IMMER WAS!

Nur das WAS und das WIE ist entscheidend!

Und wie Du das, was Du tust oder eben nicht tust, bewertest.

Es war schon immer alles eine Sache der Bewertung:

Ich kann mich drüber aufregen, dass es gerade ohne Ende regnet oder ich kann es bleiben lassen. Denn ob ich mich aufrege oder nicht…das stört den Regen nicht!

Wenn es mir dagegen gelingt, voller Achtsamkeit und Aufmerksamkeit auf den jeweiligen Moment, das zu genießen, was ich auch immer gerade tue oder…eben nicht tue…ja dann könnte sich doch tatsächlich unser Gehirn auch mal entspannen und wir würden zur Ruhe kommen und uns ausruhen vom ewigen MÜSSEN und SOLLEN.

Dann kann ein spannendes Buch, ein toller Film oder ein kleines Schläfchen uns die Erlaubnis geben, mal bei uns selbst anzukommen…zur Ruhe zu kommen. Doch eigentlich geht es darum, es mit sich selbst auszuhalten. Und das fällt den meisten echt schwer. Denn vor der Ruhe haben viele extrem Bammel.

Da werden dann plötzlich alte Dämonen wach, die wir doch so lange unter all‘ der Hetze und dem Stress gut versteckt hatten.

Und dann…päähm…geistern fiese Gedanken durch unser Oberstübchen und schwupps greifen wir dann doch wieder zum Schrubber oder Sauger, denn das muss ja schließlich auch gemacht werden… wir lenken uns ab und haben Angst davor, allein mit uns zu sein.

Aber wie wir ja alle wissen: Was Du in der hintersten Schublade irgendwo versteckt hast, kommt mit Sicherheit eines Tages wieder zum Vorschein.

 

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Also relax! Hau‘ Dich auf’s Sofa! Lass‘ sie kommen die Gedanken! Heiße sie sogar herzlich willkommen und lade sie ein, sich mit dir auf’s Sofa zu legen… denn das könnte eine interesante Gesprächsrunde werden.

…und von wegen Sofa = NICHTS-TUN… das ist doch echt harte Arbeit;)

Naja…Ich geh‘ jetzt erstmal auf’s Sofa (bei mir ist es ja jetzt Samstag 13:43 Uhr) …mal schauen, wer so vorbei kommt.;) Ansonsten lese ich halt was und hör mir das hier an: Entspannungsmusik auf YouTube und währenddessen…gähn und Zzzzzzz! Herrlich!

Ich freue mich, wenn Du Deine Freunde einlädst, sich ebenfalls in diesen Newsletter einzutragen. Schick‘ ihnen hierzu gerne diesen Link: http://eepurl.com/diKWtT

Herzlichen Dank!

Alles Liebe!
Jeanette

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Entdecke Deinen Wohlfühlort

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Hey,

gerade ist meine Patentante aus Niederbayern für 7 Tage zu Besuch bei mir. Wir besuchen neue Orte, haben Zeit zum Plaudern, relaxen, essen etc. Und Du kennst das sicherlich auch: Wenn Besuch da ist, dann treten wir für eine kleine Weile aus unserem Alltag heraus und lernen manchmal auch neue Orte kennen oder erinnern uns an alte.

So ist es auch bei mir. Als ich vor ca. 20 Jahren eine heftige Krise hatte, fuhr ich zu meiner Patentante und ihrem Mann und Tochter nach Niederbayern und machte einige Tage Erholungsurlaub vom Drama;)

Denn dort war irgendwie alles anders …

das Essen, der Umgang, das Haus, der Garten, das Miteinander …

es war ein Ort der Erholung und Inspiration für mich.

Ich kam in Berührung mit spirituellen Schriften, wie z. B. „Die Autobiografie eines Yogi“ oder auch „Siddharta“ von Hermann Hesse. Dort fand sozusagen meine spirituelle Initialzündung statt;)

Ich war neugierig und entdeckte eine neue Sicht auf die Welt und auch eine neue Sicht auf mein Drama. Ich konnte mich von mir selbst erholen, von meinen Ansichten und Meinungen über mich und die anderen.

Und das Spannende: im Rückblick erinnere ich mich nicht mehr an das ganze „Herzeleid“ oder den Kummer, sondern an die schönen Momente, die mich inspirierten und mir neue Kraft schenkten. An das, was ich „mitgenommen“ habe und an das, was ich dort lassen konnte.

Vielleicht hast auch Du einen solchen Ort, wo Du hingehen kannst, wenn es Dir mal nicht so gut geht?

Vielleicht warst Du ja auch mal bei einer guten Freundin oder einem guten Freund, die Dich so annehmen konnten, wie Du gerade warst. Die Dich lassen konnten, wie Du warst.

Diese Menschen sind von unschätzbarem Wert und wissen oft gar nicht, wie wichtig sie sind, weil sie einfach sind, wie sie sind.

Und überleg‘ mal: Was hat diese Orte oder diese Menschen zu so etwas Besonderem für Dich gemacht?

Es ist wichtig, dass wir solche „Orte“ haben und wenn wir noch keine haben uns solche zu suchen … oder zu erschaffen.

Gestalte Dir Deinen Wohlfühlort

Wenn Du gerade keinen besonderen Ort hast, dann gestalte Dir doch einen in Deinem Inneren.

Nutze Deine Phantasie und „beame“ Dich in Deiner Vorstellung an einen besonderen Ort.

Kreiere Dir Deinen Lieblingsplatz und statte ihn mit all‘ den Dingen aus, die Dir wichtig sind.

Oder betrete Deinen ganz persönlichen Inneren Raum. Im folgenden Link findest Du eine angeleitete Meditation von mir: Klick hier!

Trübe-Tage-Phasen

Wenn Du mal eine „Trübe-Tage-Phase“ hast, dann bleib‘ bitte nicht auf Deinem Sofa sitzen, sondern bewege Dich. Lade Dich selbst bei anderen ein oder nimm‘ die Einladung von anderen an.

Verlasse Deine Komfortzone, mach‘ Dich auf, sonst ziehst Du Dich selbst runter.

Beweg‘ Deinen Popo und verschaff‘ Dir selbst neue Eindrücke und Sichtweisen.

Die Welt ist Gott sei Dank voll davon;)

Ich wünsche Dir eine herrliche Woche und sende Dir entspannte Grüße.

Deine Jeanette

 

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Wie Eltern besser entspannen können – ein Interview

Wie Eltern besser entspannen können – ein Interview

Wie Eltern besser entspannen können

Interview mit dem Journalisten Thomas Wübker für das Familienmagazin Klecks – das Familienmagazin für Lingen, Meppen und Umgebung. Den ganzen Artikel kannst Du Dir hier online anschauen. Klick hier!

Wichtig für Dich zu wissen: Ich habe selbst keine Kinder. Aber zwei Neffen. Und meine Klienten haben Kinder. Und manche sind schon weiter in Sachen Entspannung als andere. Seine Entspannungsfähigkeit nimmt man sozusagen „mit“. Wenn man vor der „Kinderzeit“ gut entspannen konnte, wird man es danach auch können.

Und was für Menschen ohne Kinder gilt, gilt auch für Menschen mit Kindern.

Daher ist es völlig ok, dass ich auch als Nicht-Mutter über Entspannung von Eltern schreibe;) Außerdem bin ich regelmäßig im Austausch mit Müttern und Vätern und weiß, was wirklich beim Thema Entspannung hilft und was weniger. Deshalb sind meine Antworten – denke ich – auch ganz praktisch und alltagstauglich.

1. Ist es hilfreich, wenn Eltern ihre Kinder bei der Oma „parken“ und sich mal in die Sauna setzen oder vielleicht auch eine Massage gönnen?

Ja, klar. Auf alle Fälle.
Es gibt ein afrikanisches Sprichwort, das besagt:

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen!“

Einige Eltern plagt dann aber oft dasschlechte Gewissen oder sie wollen die Großeltern nicht zu oft in Anspruch nehmen oder nur in Notfällen.
Am wichtigsten ist für viele Elternteile und mehr für die Mütter auch die mentale Entspannung.

Also mal den Kopf frei zu bekommen von den ganzen Fragen die einen plagen oder die den Haushalt und die Kindererziehung betreffen:

  • „Was muss ich noch machen…!“
  • „Was darf ich nicht vergessen?“
  • „Was soll ich morgen kochen?“.

Aber auch „kleine“ Auszeiten von 10 Minuten sind wichtig und sollten auch ohne Oma und Opa immer mal wieder in den Alltag eingebaut werden mit gutem Gefühl.

Ich nenne das Arbeit im Außen und Arbeit im Innern:

Also die Arbeit im Außen ist alles, was mit der Kindererziehung, dem Job, dem Haushalt und Garten etc. zu tun hat. Das läuft ja eh meistens.

Aber was zu kurz kommt ist die „Arbeit im Innern“, also die mentale Hygiene, der seelische Hausputz oder die psychische Entspannung auf dem Sofa.

In unserer Gesellschaft ist oft nur die Arbeit im Außen wertvoll.

Und wenn sich eine Mutter mal Ruhe auf dem Sofa gönnt, denkt sie gleich, sie sei faul.

Oder die Gedanken an all das, was noch zu tun ist und jetzt ja liegen bleibt, gehen ihr durch den Kopf.

Das muss gelernt und immer wieder geübt werden und daher ist es wichtig, das einfach umzudeuten, also das „Sofaerlebnis“ als Arbeit im Innern zu bezeichnen.

Ideal wäre eine 50-50-Aufteilung: 12 Stunden Arbeit im Außen. 12 Stunden Arbeit im Innern.

Das ist für viele natürlich nicht so einfach umsetzbar. Aber die ersten Veränderungen finden ja bekanntlich immer im Kopf statt;)

2. Kann man Entspannung für Eltern aufteilen, also mal kriegt die Mama freie Stunden, dann der Papa?

Unbedingt. Gerade wenn die Babys auch nachts gefüttert werden wollen oder in der Kleinkindzeit, dann gehen alle Eltern über kurz oder lang auf dem Zahnfleisch.

Der Schlaf fehlt und man reagiert gereizt, genervt und ist mies drauf. Das ist völlig normal.

Gerade dann ist es wichtig, sich über Tag die Ruhezeit in Form eines Kurzschlafs, dem sog. „Power-Napping“ zurückzuholen. Da reichen dann auch wirklich nur 10-20 Minuten und der Körper erholt sich.

Bei den meisten Paaren übt ja die Frau den „Mutter-Beruf“ zuhause aus und der Mann geht tagsüber zum Arbeiten woanders hin.

Daher sollten sich Eltern unbedingt in den Nächten abwechseln z. B am Wochenende.

Damit das funktioniert, müssen Paare miteinander „reden“ und gemachte Absprachen unbedingt eingehalten werden, damit der andere nicht enttäuscht oder gefrustet ist und es an anderer Stelle zu Konflikten kommt. Dass sich die Eltern als Team erleben und nicht der andere nur denkt: „Toll, ein anderer macht’s!“

Viele Mamas haben Probleme mit dem „Loslassen“, also den Fragen:

  • „Macht mein Mann das überhaupt gut genug?“
  • „Kriegt der das hin?“
  • „Rührt er den Brei nicht zu heiß an?“
  • „Findet es das Lieblingskuscheltier?“

Und so setzen sich oft Mütter noch zusätzlich mit ihren eigenen Ansprüchen unter Druck.

Papas machen es anders als Mamas. Weder besser noch schlechter nur anders.

Das zu akzeptieren und das Vertrauen in den Partner hilft enorm, um sich vor allem kopfmäßig zu entspannen.

3. Wie kann man sich als Eltern nachhaltig entspannen?

Wenn es um dieses Thema geht, lachen viele Mütter;) Wie soll das denn mit Kindern gehen???

„Aber es gibt soooo viele Möglichkeiten und man muss ja nicht gleich das Riesenprogramm auffahren, für das man ja eh keine Zeit findet.“ sagt meine Schwägerin.

Die Kommunikation zwischen den Partnern sei dabei essentiell. Und wenn die Eltern es schaffen, sich regelmäßig, also zum Beispiel 14-tägig gemeinsame Zeit zu erlauben und sich das echt zu gönnen, ohne sich gleich als egoistische oder schlechte Eltern zu fühlen, dann ist schon viel gewonnen.

Und dann NICHT über die Kinder oder Erziehungsprobleme etc. zu sprechen, sondern über andere Dinge. Mal ein gemeinsamer Kinobesuch oder Freunde treffen. Auch der Austausch mit anderen Eltern ist wichtig, denn die Eltern erleben: „Gott sei Dank. Wir sind nicht allein!“

Männer gehen gerne ihrem Hobby nach und entspannen sich körperlich beim Sport am besten.

Da ist es wichtig, dass ihnen diese Möglichkeit weiter eingeräumt wird und die Mutter am Weekend dann andere Entspannungsmöglichkeiten bekommt, die ihr gut tun.

Die Mamas sollten aber auch ihre „früheren“ Hobbies wieder aufnehmen und sie nicht in die ferne Zukunft verschieben.

Doch hier muss jeder seinen eigenen Weg finden, denn jeder entspannt ja anders. Was dem einen gut tut, findet der andere einfach nur stressig;) Wichtig ist, das TUN!

Und last but not least:

Dass die Eltern sich auch als Paar nicht vergessen, die auch mal ein Leben vor den Kindern hatten.

Männern entspannt Sex. Frauen brauchen Kuschelzeit. Und wenn das zu kurz kommt, geht der Eros flöten.

4. Gibt es Methoden, in denen Eltern mit ihren Kindern zusammen Entspannung finden?

Klar. Zum Beispiel beim Spiele spielen, malen, basteln, backen – je nach Alter der Kinder.

Da sind alle sowas von im Hier und Jetzt und denken nicht immer darüber nach, was später noch gemacht werden muss. Da fahren auch die Eltern so richtig schön runter.

Diese gemeinsame Familienzeit kann auch mit einer gemeinsamen Mahlzeit am Tag am Tisch so richtig schön zelebriert werden. Selbst wenn es heiß her geht am Tisch.

Und manchmal tut es eben auch ein schöner Kinderfilm, den sich alle zusammen auf der Couch anschauen.

Also wieder Runterschrauben der eigenen Ansprüche, man müsste was total Innovatives machen. Das mega Wellness-Wochenende für die gesamte Familie taugt da meistens nicht ganz so viel, weil das auch schon wieder stresst.

Es sind immer die kleinen Dinge des Alltags, die entspannen und die auch dauerhaft umgesetzt bzw. in den Alltag integriert werden können. Kinder sind für sooo Vieles zu begeistern und schon durch „Kleinigkeiten“ selig. Und Eltern eigentlich auch;)

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 5. Wie komme ich als gestresste Mutter oder Vater dazu, im Alltag Entspannung zu finden und vielleicht sogar mich nicht vom Alltag stressen zu lassen?

Kinder helfen einem normalerweise beim mentalen und körperlichen Herunterfahren.

Beim Spiel mit dem Kind zum Beispiel sollte auch nur das Kind und das „Bauprojekt“ im Vordergrund stehen und nicht neben her noch die Emails oder die WhatsApp-Nachrichten gecheckt werden, weil man denkt, dadurch Zeit zu sparen. Dann verpufft diese wertvolle Erholungszeit.

Außerdem müssen unbedingt die eigenen Ansprüche heruntergeschraubt werden.

Die eigene Unvollkommenheit immer wieder als vollkommen betrachten.

Denn Stress entsteht nur in unserem Kopf und hängt stark davon ab, wie wir etwas bewerten. Es sind nie die Dinge an sich, die Problem verursachen, sondern meist unsere Einstellungen und Bewertungen dieser Dinge. Das wussten auch schon die alten Griechen.

Die „Arbeit im Außen“ kann an der Garderobe abgegeben werden. Wenn Feierabend ist, dann sollte auch Feier-Abend sein. Nicht sofort über die Arbeit sprechen.

Feierabend-Rituale einbauen:

  • „Wenn ich vom Job nach Hause, höre ich immer den gleichen Song und sag mir selbst: Jetzt ist Feierabend.“
  • „Wenn ich zuhause bin, zieh ich mich erstmal um und schlüpf in meine Wohlfühlklamotten“

Sonst hat man am Abendbrottisch nicht den Vater oder die Mutter sitzen, sondern die Lehrerin oder den Arzt, die Bankkauffrau oder den Versicherungsmakler.

Männer müssen beim Nachhausekommen erstmal „Abschaltzeit“ bekommen, ohne gleich in Beschlag genommen zu werden. Sie müssen erstmal ankommen und ihre „Arbeits-Rolle“ ablegen.

Dafür reichen häufig schon 10 Minuten. Aber die sind wichtig.

Das müssen Frauen wissen, damit sie ihren Göttergatten nicht gleich im Hausflur mit allen News des Tages überfallen. Für viele Frauen ist das unverständlich, da sie ganz anders ticken.

Aber für Männer ist dieses entspannte Ankommen essentiell.

Und immer und immer wieder … sich Ruhepausen und kurze Auszeitphasen gönnen und ganz wichtig: dies als Notwendigkeit erachten.

Sich selbst die Erlaubnis geben, sich entspannen zu dürfen.

Eltern müssen miteinander reden. Kommunikation ist alles. Aber nicht die endlose Kommunikation, sondern die regelmäßige über Alltägliches und Schönes.

Nicht permanent Probleme diskutieren, denn das ist zermürbend. Sondern Alltägliches und Schönes besprechen. Was planen. Sich auf was freuen.

6. Was geschieht, wenn Eltern sich nicht entspannen können und sich vom Stress vereinnahmen lassen?

Wer nicht gelernt hat oder lernt, gut auf sich selbst zu achten, der wird über kurz oder lang, ob mit Kind oder ohne unzufrieden.

Dafür gibt es ein schönes neues Wort.

Man nennt das SelfCare, also die Selbstfü(h)rsorge. HIerbei steht die Frage im Vordergrund:

„Kümmer‘ ich mich gut um mich?“

Das lässt sich am besten an einem Beispiel verdeutlichen:

Wenn jemand eine Flugreise macht, dann sagt der Steward oder die Stewardess oft bevor der Flieger abhebt.

„Im Falle eines Druckabfalls kümmern sie sich bitte zuerst um sich und erst dann um ihren Nachbarn“.

Das ist praktizierte Selbstwertschätzung mit gesundem Egoismus.

Wer sich nicht entspannen oder nicht runterfahren kann, der gefährdet seine Beziehung. Denn nichts ist unsexier, als ein gereizter und überspannter Partner.

Man gefährdet sein Gesundheit, denn es gibt auch genügend Mütter mit Burnout.

Man wird dünnhäutiger, reagiert gereizter, fühlt sich permanent überfordert und der Selbstwert leidet.

Außerdem tauchen Schlafstörungen auf und das wiederum führt zu mieser Laune.

Man fühlt sich irgendwann als der letzte Schlumpf auf Gottes Erdboden und beginnt an allem zu zweifeln – sogar an der Beziehung.

Wer das länger als 14 Tage bei sich beobachtet, muss dringend gegensteuern.

Und der erste Schritt ist die Bewusstwerdung: „Ach so ist das!“

Erst dann kann was verändert werden.

Und Kinder spüren es, wenn die Eltern unter Stress stehen. Sie fordern noch mehr Aufmerksamkeit, sind unruhig und unausgeglichen. Größere Kinder ziehen sich eher zurück und machen dicht. Sie reagieren ebenfalls mit Stresssymptomen auf den Stress der Eltern, der sich auf sie überträgt.

Kinder sind wie Spiegel. Sie erinnern die Eltern durch ihr Verhalten daran, wann die Eltern den Bogen einfach überspannt haben und jetzt besser in den Ent-Stressungsmodus fahren sollten.

Wenn sich dennoch der Stresslevel durch solche Maßnahmen nicht runterfahren lässt, dann sollte man unbedingt auch externe Hilfe in Anspruch nehmen. Das gehört auch zur Verantwortung von Eltern und zur Psychohygiene. So können Eltern ihren Kindern auch Vorbild sein und ihnen zeigen, wie man selbstverantwortlich mit „schwierigen“ Lebensphasen umgeht und es kein Beinbruch oder ein Zeichen von Schwäche ist, um Hilfe zu bitten, sondern ein Zeichen von Stärke.

 

Wenn Dir dieser Artikel gefallen hat, dann freue ich mich über einen Kommentar.

Danke Dir.

Deine Jeanette

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Stress und Körper

Wusstest Du schon, dass Stress eine absolut geniale Erfindung der Natur ist?

Denn die Stressreaktion Deines Körpers ist ein kleines physiologisches „Wunder“.

Sie ist ein lebensnotwendiges Reaktionsmuster, bei dem Dein Organismus durch die Ausschüttung vieler Hormone, z. B. Adrenalin und Nor-Adrenalin innerhalb von Sekunden in Abwehr- und Alarmbereitschaft versetzt wird.

Diese Stressreaktion ermöglicht es Dir, blitzschnell zu handeln, ohne erst lange darüber nachdenken zu müssen.

Und diese „Einrichtung der Natur“ ist durchaus sinnvoll.

Gäbe es sie nicht, hätten unsere Vorfahren vermutlich schon längst „den Löffel“ abgegeben, weil sie noch mit der richtigen Strategie beschäftigt waren, während bereits eine Büffelherde anrollte.

 Die Fight-or-Flight-Reaktion

In Gefahrensituationen haben wir oft nur 2 Möglichkeiten:

Nix wie weg oder doch nich’ weg! Also Flucht oder Kampf! Fight or Flight!

Unter der Fight-or-Flight-Reaktion versteht man eine sog. „Kampf-oder-Flucht-Reaktion“ welches eine rasche körperliche und seelische Anpassung von Lebewesen in Gefahrensituationen als Stressreaktion ermöglicht.

Im Fight-or-Flight-Modus benötigst Du eine Unmenge an Energien.

Während der Kampf-oder-Flucht-Reaktion wird unfassbar schnell Adrenalin ausgeschüttet, wodurch sich Dein Herzschlag und Deine Atmung erhöht und Deine Körperkraft ansteigt.

Du entwickelst kurzfristig Bärenkräfte.

Bleibt die Belastung bestehen, wird noch Cortisol „hinzugeschüttet“.

Doch andere, jetzt gerade weniger wichtige Körperfunktionen, wie z. B. die Verdauung, die Bereitstellung von Sexualhormonen oder die Infektabwehr sowie die Schmerzempfindung werden gezielt herunter reguliert, da sie für das Lösen der konkreten Situation nicht erforderlich sind.

Die Steuerung dieser Prozesse übernehmen die Stresshormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin und werden vom Zwischenhirn reflexartig, also ruckzuck, koordiniert. 

WICHTIG: Wenn die „Gefahr“ vorüber ist, senkt sich alles wieder ab und pegelt sich im Normalbereich ein. So sollte es zumindest sein!

Du siehst: Eine geniale Erfindung der Natur!

Aber leider bauen wir das ganze „Hormon-Gemixe“ in unserem Körper nicht mehr ordentlich ab.

Wir verharren sozusagen im Kampf-oder-Flucht-Modus!

Das ist schlecht.

Denn zu lang andauernder Stress kann zu Schäden oder zum Zusammenbruch des Organismus führen.

Und dann ist Ende im Gelände!

Diese Vorgänge spielen sich aber nicht nur in unmittelbaren Gefahrensituationen ab, sondern auch bei jeder Form von Belastung. Selbst wenn sie nur in Gedanken stattfindet.

Es ist daher leicht verständlich, dass sich bei permanenter Überforderung entsprechende Stress-Symptome und Stresskrankheiten entwickeln können.

 

Stress und Gehirn

 

Gehirn

Unser Gehirn mit Stammhirn, Limbischen System, Amygdala, Großhirn etc.

 

Unser Gehirn besteht eigentlich aus 3 Gehirnen

 

  1. dem Stammhirn (sog. Reptiliengehirn, dem ältesten Teil unseres Gehirns)
  2. dem Zwischenhirn oder Emotionalen Gehirn bzw. Limbischen System (mit Amygdala, Hippocampus und Hypothalamus) und
  3. dem Großhirn oder sog. Neokortex (jüngster Teil unseres Gehirns)

 

Das Stammhirn regelt Atmung, Fortpflanzung, Nahrungsaufnahme und Verdauung. Hier ist auch das vegetative Nervensystem (VNS) eingebettet.

Das Zwischenhirn mit dem Limbischen System regelt alles, wo es in irgendeiner Form um Emotionen und deren Verarbeitung geht. Teile des limbischen Systems fallen auch in den Bereich des Neokortex.

Das Großhirn macht den Hauptteil aus und besteht aus einer rechten und einer linken Gehirnhälfte.

Dein Großhirn macht Dich zu dem Menschen, der Du in diesem Leben bist. 

Es ist die höchste Instanz, sozusagen die „Geschäftsleitung“ und managt alle eingehenden Infos und handelt entsprechend.           

Ist unser Bewusstsein im Gehirn?

 

Das menschliche Gehirn besitzt etwa 100 Milliarden Nervenzellen (Neurone), die durch etwa 100 Billionen Schaltstellen (Synapsen) miteinander verbunden sind. Der Waaahnsinn!

Das sind mehr Blätter, als der gesamte Amazonas-Regenwald zusammen hat!!!

Ob in Deinem Gehirn auch Dein Bewusstsein angesiedelt ist, ist allerdings fraglich.

Ich persönlich glaube das nicht!

Du kannst Dir Dein Gehirn eher wie eine Art Empfangsgerät z. B. ein Radio vorstellen. Du empfängst Signale bzw. Frequenzen von außen, doch „gesendet“ wird von anderer Stelle.

 

Auch die Radiowellen kannst Du nicht sehen, aber sie sind dennoch da.

 

Diese Hypothese, dass das Bewusstsein unabhängig von unserem Gehirn existiert, ist eine der Schlussfolgerungen, die Neurologen und Wissenschaftler aus den sog. Nahtoderfahrungen gezogen haben.

Denn nur so konnten sie erklären, warum ein Mensch noch zu Wahrnehmungen fähig war, obwohl sein „Hirn“ vorübergehend komplett außer Kraft gesetzt wurde.

Wenn das Empfangsgerät, also das Gehirn wieder lief, empfing es weiterhin normale „Frequenzen“ und eben auch andere Frequenzen, die nur sie empfangen konnten, andere aber nicht.

Sollte Dich das mehr interessieren, empfehle ich Dir folgendes Buch:

 

BUCH-TIPP: Endloses Bewusstsein – Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung von Dr. Pim van Lommel

 

Die 2 Gegenspieler

 

Tief unten in unserem Gehirn liegt das vegetative Nervensystem VNS mit einem Bereich, der uns stresst bzw. anspannt und einem Bereich der uns beruhigt:

 

  • dem Sympathikus (S) und dem Para-Sympathikus (P)

 

Das VNS, auch autonomes Nervensystem genannt, steuert viele lebenswichtige Körperfunktionen, z. B. die Atmung, die Verdauung und den Stoffwechsel.

Die Nervenbahnen des VNS übertragen wichtige Nervenimpulse (Reflexe) aus den Organen zum Gehirn, beispielsweise aus der Blase, dem Herzen oder dem Darm.

Unser gesamtes neuronales Gleichgewicht wird überwiegend durch diese 2 Gegenspieler geregelt: den Sympathikus und den Para-Sympathikus.

Ich nenne sie häufig vereinfacht „Sympi“ und „Para“. Wie 2 Brüder. Beide sind wichtig. Beide sind notwendig. Manchmal ergänzen sie sich und manchmal arbeiten sie konträr.

Der eine ist weder besser oder schlechter, als der andere. Sie sind einfach.

Und vereinfacht kann man sagen:

 

  • Sympi ist für die Aktivierung und die Anspannung zuständig.
  • Para ist für die Ruhe und die Entspannung zuständig.

 

oder ander ausgedrückt …

 

  • Stress/Belastung aktiviert den Sympathikus
  • Ruhe/Entlastung aktiviert den Para-Sympathikus

 

 

Doch in unserer Leistungsgesellschaft hat „Sympi“ oft mehr Macht bzw. mehr zu sagen, als „Para“. Ihm wird sozusagen mehr Bedeutung zugesprochen:

„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“ ist die Devise.

Doch wenn wir mehr Stress, Aufregung, Anspannung und Unruhe in unserem Alltag erleben, wird „Sympi“ mit der Zeit immer stärker ausgebildet.

Er hat also mehr Gewicht, wie in der Abbildung mit der Wippe.

Das liegt hirnphysiologisch an folgendem Grund, den ich Dir hier mal als Bild veranschaulichen möchte:

 

…..

 

Nehmen wir einmal an, Du stehst vor einer tollen Wiese. Sie steht in voller Pracht und ist unberührt.

Und jetzt läuft eine einzige Person quer durch diese Wiese.

Du siehst ihre Spur zunächst nur ganz schwach, vielleicht anhand einiger umgeknickter Grashalme oder plattgetretener Blumen.

Doch nun gehen noch weitere Personen genau den gleichen Weg durch diese Wiese. Der Pfad wird nun schon deutlicher sichtbar.

Und wenn immer mehr Menschen, in unserem Falle mehr „Aktivierer“ z. B. in Form von Mobbing, Frust, Ärger, Arbeitsplatzunsicherheit, sorgenvollen Gedanken, Selbstzweifeln, Selbstkritik … um nur einige zu nennen, den immer gleichen „Wanderweg“ durch Dein Gehirn nehmen, dann prägt sich dieses deutlicher ein und eine „Spur“ wird förmlich sichtbar.

Mit der Zeit entsteht vielleicht sogar ein richtiger Highway.

So kann es sein, dass schon das kleinste Ereignis in Dir eine gehörige Portion Anspannung auslöst, Dich in Angst, Wut oder Trauer bringt und Deinen Sympi sofort aktiviert.

 

 

Und was ist mit Para?

Ja, der hat in der ganzen Zeit, in der sein Bruder „Sympi“ zugange ist, nichts zu melden.

Er kommt einfach nicht gegen ihn an.

Dabei will er doch für den Ausgleich sorgen.

Para wird dann aktiviert, wenn es um Entspannung und Beruhigung geht.

Also immer dann, wenn Du Dir Pausen gönnst, etwas genießt oder ein kleines Mittagsschläfchen machst.

 

Das Problem unserer Leistungsgesellschaft

In diesem Ungleichgewicht zwischen Sympi und Para liegen viele Probleme unserer derzeitigen Leistungsgesellschaft begründet.

Wir haben in uns selbst eine Art „Durazell-Hasen“ (falls Du den nicht mehr kennen solltest, schau Dir das Video unten an;) heran gezüchtet, der in unserem eigenen Haus – oder im Garten, oder im Wohnzimmer, bei der Arbeit, im Bett etc. –  ohne Pause herumrattert und permanent auf Hochtouren läuft.

Kein Wunder, dass viele unter Bluthochdruck, erhöhten Cholersterinwerten, Angst- oder Panikattacken, Wutausbrüchen, Erschöpfungszuständen oder Schlafstörungen leiden.

Sympi ist immer „in the house“.

Selbst nachts liegt er neben Dir und „trommelt“ Dir was vor.

Und Para?

Ja, Para sitzt gemütlich in der Ecke und wartet auf seinen Einsatz.

Und warten kann er. Denn er ist sehr geduldig. Aber er will aktiviert bzw. eingeladen werden.

Er kommt erst, wenn Sympi das Feld räumt bzw. Du ihm die Erlaubnis gibst, jetzt zu übernehmen.

Dann darf sich Sympi hinsetzen und Para übernimmt.

So geht es also bei jedem effektiven Stress- und Selbstmanagement IMMER um einen Ausgleich zwischen diesen beiden ungleichen Brüdern: von der Anspannung zur Entspannung, von der Entspannung zur Anspannung, von der Anspannung zur Entspannung usw. …

VIDEO-TIPP: Der Durazell-Hase – Werbung aus den 80ern ??

Schreib mir gerne in die Kommentare.

Bis dann und bleib entspannt.

Deine Jeanette

 

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Was Du unbedingt über Stress wissen musst

Was Du unbedingt über Stress wissen musst

Was Du unbedingt über Stress wissen musst

Die Geschichte des Wortes „Stress“

Die Sache mit dem Stress ist eine höchst spannende Angelegenheit.

Denn Stress ist grundsätzlich etwas Positives. Hätten wir ihn nicht, dann wären wir als Menschheit vermutlich schon längst ausgestorben.

Aber um das zu verstehen, muss man sich erst einmal die Geschichte zur Entstehung des Begriffes anschauen. Denn das Wort „Stress“, wie wir es heute verwenden, gab es so früher nicht.

Die Entstehung des Wortes 

Es entstand ungefähr in den 1930er Jahren und stammt ursprünglich aus der Physik.

Dort bedeutet es „die Verbiegung eines Materials unter Druck“ (engl. stress = Druck, (An)Spannung von lat. stringere = anziehen, stoßen, verformen).

Der kanadische Arzt und Hormonforscher Hans Selye (*1907 – †1982) übertrug dieses Phänomen nach dem Zweiten Weltkrieg in die Medizin.

Selye machte Versuche mit Tieren und testete deren Belastungsfähigkeit. Dabei stellte er fest, dass Tiere auf Belastungen mit heftigen Symptomen reagieren: vermehrter Herzschlag, beschleunigte Atmung, Anstieg von Stresshormonen wie Adrenalin, Nor-Adrenalin und Cortisol.

Diese Erkenntnisse übertrug er auf den Menschen.

So entwickelte er die Grundlagen der Lehre vom Stress und das allgemeine „Adaptionssyndrom“:

also wie unser Körper auf Stress reagiert bzw. welche Anpassungsreaktionen unser Körper vornimmt.

Jedoch ist das Allgemeine Adaptionssyndrom mittlerweile etwas überholt.

Wir reagieren doch ganz unterschiedlich auf Stress – jeder anders!

Aber mit seinen Forschungen zeigte er, dass permanente Dauer-Belastungen auch für den menschlichen Körper Folgen haben können.

Das war damals bahnbrechend!

Stress hat Folgen 

Und zwar auf allen Ebenen: körperlich, mental, emotional, geistig und sozial.

JA! Und Dauer-Stress kann krank machen. Wie bei allen Dingen, die wir übertreiben.

Daher wird Hans Selye auch heute noch als „Vater der Stressforschung“ bezeichnet.

Seit der Veröffentlichung seiner ersten wissenschaftlichen Arbeit 1936 schrieb Selye mehr als 1.700 Arbeiten und 39 Bücher zum Thema. Als er sein Lebenswerk beschreiben sollte, sagte er:

„Ich habe allen Sprachen ein neues Wort geschenkt – Stress!

Die Sache mit dem Stress beruhte wohl auf einem Missverständnis

So schrieb der Tagesspiegel:

Im Grunde ist das mit dem Stress ein einziges großes Missverständnis. Er habe sich schlicht vertan, gestand Hans Selye, der Forscher, der den Begriff prägte, 1977 in seinen Memoiren. In der Physik beschreibt das englische Wort „stress“ die Kraft, die auf ein Objekt wirkt. „Strain“ hingegen steht für die daraus resultierende Verformung dieses Körpers, für seine Reaktionen auf eine Belastung – genau das, was Selye analog beim Menschen zu benennen suchte. Er habe nicht gut genug Englisch gesprochen, um den Unterschied zu kennen, erklärte Selye, der aus Wien stammend ins kanadische Montreal gekommen war. Klar definiert in der Physik, begann die Geschichte des Stresses in der Psychologie also mit einer Verwechslung. Es sollte eine Karriere voller Missverständnisse werden, die den Stress zum meist beklagten Ärgernis der westlichen Hemisphäre gemacht hat. Zu Unrecht.“ (https://www.tagesspiegel.de/wissen/stressforschung-warum-wir-den-druck-brauchen/8094122.html)

2 Arten: Eu-Stress oder Dis-Stress?!

Wie können wir nun mit der Tatsache dieses Missverständnisses umgehen?

Das Wort Stress zurückzunehmen, geht ja nicht mehr. Also bleibt nur eines … die Sache anders sehen!

Neue Definition:

(Dis-)Stress (= Strain) ist die individuelle Reaktion unseres gesamten Organismus auf permanente Dauerbelastung, wenn Regeneration und Erholung ausbleiben oder zu kurz kommen. Als Folge kommt es zu mentalen, emotionalen, sozialen, physischen und psychischen Ausfallerscheinungen.

Umgangssprachlich nennt man das einfach: Über(be)lastung!

Wenn ich in der Folge hier von Stress spreche, dann meine ich immer DIS-Stress.

Schon Hans Selye wies darauf hin, dass Stress nicht nur schlecht sei, sondern dass es auch guten Stress gäbe.

Diesen bezeichnete er als EU-Stress:

„Im täglichen Leben muss man jedoch zwei Arten von Stress unterscheiden, nämlich Eu-Stress, also den „guten“ Stress und Dis-Stress, den belastenden Stress!“

  • Eu = griech. wohl, gut, richtig, leicht – wie in Euphorie, Eulogie = eine Art „Flow“ und
  • Dis = lat. miss-, schlecht, etwas schlechtmachen – wie in Dissonanz oder umgangssprachlich „dissen“ = beleidigen

Eu-Stress motiviert. Und spornt an.

Er sorgt dafür, dass Du Deine anstehenden Aufgaben erledigst und Dich nicht zu Tode langweilst oder Dich irgendwie unterfordert fühlst.

Wenn Du im Eu-Stress, also im FLOW bist, dann ist das ein sehr angenehmer Zustand.

Denk doch mal an Deine (letzte) Hochzeit?

Oder an den profitablen Vertragsabschluss?

Auch die Geburt eines Kindes finden doch alle einfach unvergesslich.

Doch bei all‘ diesen Events wird Deine Körper von Stresshormonen nur so überflutet.

Aber Dir? Dir macht das nix auch! Dir geht’s einfach nur gut!

Eu-Stress befähigt Deinen Organismus einfach nur optimal zu handeln.

Er macht Dich mega kreativ und lässt Dich die Schönheit in allem erkennen – er beflügelt.

Dagegen ist Dis-Stress weniger prickelnd.

Hier bist Du nicht mehr „Herr im Ring“, sondern die Belastungen überlasten Dich.

Etwas überfordert Dich und Du hast nicht genug Ressourcen, um da mitzuhalten.

Das meinen wir landläufig, wenn wir sagen: Ich bin im Stress!

Wenn Du im Dis-Stress bist, dann glaubst Du, einer Sache nicht gewachsen zu sein.

Du fühlst Dich überfordert, klein und unbedeutend.

Das muss aber gar nicht stimmen.

Nur die entsprechende Situation lässt uns das glauben.

 

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Was hilft bei Überforderung?

 

  • Durchatmen. Und zwar ganz tief.
  • Raus aus der Situation gehen. Und zwar ganz fix! Zur Not auf’s Klo gehen!

 

Denn wenn Du Dich überfordert fühlst, dann leidet meistens auch Dein Selbstwertgefühl.

Dann fühlst Du Dich körperlich, geistig und mental gestresst.

Und wenn dieser belastende Stress über einen längeren Zeitraum ohne Erholungspausen oder Entspannungsmöglichkeiten andauert, dann haut es fast jeden irgendwann um. Also zieh‘ vorher die Notbremse und mach‘ immer mal wieder kurze Päuschen. Durchschnaufen! Luft holen! Bewegen! Wasser trinken!

 

 

Wenn also ein Ungleichgewicht besteht zwischen den Anforderungen, die an Dich gestellt werden und Deinen persönlichen Möglichkeiten und Ressourcen, die Dir gerade zur Verfügung stehen, um diese Anforderungen zu bewältigen, dann kommt es zum Stresserleben.

 

 

Und auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Stress zur größten Gesundheitsgefährdung des 21. Jahrhunderts erklärt. Denn seelischer Druck ist für 70 % aller Krankheiten mitverantwortlich. Das meinen zumindest die Forscher … und die müssen’s ja wissen.

 

Wenn Du Dir mal überlegst, dass früher, also so um die 1990er Jahre die größten Gefahren Lungenentzündung, Durchfall und Kindstod waren, so sind es 2020 – 2022 nach WHO-Prognosen Herzinfarkt, Depressionen, Angststörungen. Das sind alles Krankheiten, die häufig aufgrund von Überlastung auftreten, bzw. diese Krankheiten zumindest begünstigen.

 

Eine Definition von Stress?

 

Sorry, aber eine einheitliche Definition gibt es bis heute nicht.

 

Selbst die WHO hat keine einheitliche Definition. Was mich ehrlich gesagt ein bisschen wundert …

 

Sie wies lediglich darauf hin, dass Stress eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts ist! Aber schaun wir uns doch mal an, wie andere Stress definieren …

 

„Stress wird definiert als ein Zustand der Alarmbereitschaft des Organismus, der sich auf eine erhöhte Leistungsbereitschaft einstellt. Der Begriff wurde 1936 von H. Selye geprägt, der zwischen Eustress als einer notwendigen und positiv erlebten Aktivierung des Organismus und Distress als belastend und schädlich wirkender Reaktion auf ein Übermaß an Anforderungen unterschied. Allgemein wird der Stress- Begriff heute im letzteren Sinne benutzt.“ (www.gbe-bund.de)

 

„Stress [engl. Beanspruchung, Belastung, Druck, Anspannung; distress Sorge, Kummer]. Im allg. Sprachgebrauch bedeutet Stress eine subj. unangenehm empfundene Situation, von der eine Person neg. beeinflusst wird (Distress), i. Ggs. zum anregenden pos. S. (Eustress).“ (Lexikon der Psychologie)

 

Aber ich gebe Dir hier mal meine Definition von Stress wieder:

 

Dis-Stress ist ein subjektiv erlebtes Übermaß an Belastung, was immer auch vom einzelnen als belastend erlebt wird. Er resultiert zumeist aus der Angst heraus, etwas nicht zu schaffen und wird getriggert durch sog. Innere Antreiber, Erwartungen und Überzeugungen, die den Stressauslöser negativ bewerten. Stresserleben ist damit höchstpersönlich und individuell. Was den einen stresst, macht dem anderen gar nichts aus. Stress entsteht im Kopf.

 

Hast Du vielleicht eine schöne Definition? Oder wie siehst Du die Sache mit dem S?

 

Dann schreib mir Deine Antworten gerne in die Kommentare.

 

Bis dann und bleib entspannt.

 

 

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